Showroom Part 2

ART INTERNATIONAL-SHOWROOM (#1)

20. Februar bis 12. April 2008:
Galerie Ralph Schriever (Köln) zeigt die Shooting-Stars
Jens Lorenzen, Beiron Brouwers und Anton Fuchs

ART INTERNATIONAL ZURICH Showroom
Bleicherweg 10, 8002 Zürich (beim Paradeplatz) // EVENTRAUM GESCHLOSSEN //

Showroom Part 1
Showroom Part 1

Jens Lorenzen - Mauerserie
Für den Berliner Künstler Jens Lorenzen ist es naheliegend sich mit der Berliner Mauer auseinander zu setzen. Die "Mauerserie" zeigt eine Aneinanderreihung von Bildern, Einzelwerken die wie Mauersegmente aneinander gedockt werden.
Die Motive gehen über das Einzelformat hinaus. Das Prinzip des endlosen Bildes bearbeitet er in drei unterschiedlich grossen Formaten: Die kleine Mauer 100 x 70 cm, die mittlere Mauer 140 x 100 cm, die große Mauer 200 x 140 cm je Bildelement.
In der mittleren und kleinen Mauerserie setzt sich Jens Lorenzen mit dem Thema Samurai auseinander. Ausgehend von einem Ausstellungsplakat des Landesmuseums in Schleswig "Die Welt der Samurai" hat er begonnen, Zeichen die das Thema Samurai beinhalten, frei assoziativ aneinander zu reihen.
In seiner grossen Mauerserie thematisiert Jens Lorenzen die deutsche Teilung und die wiedererlangte Einheit. Am Beispiel des Rotkäppchens wird seine Vorgehensweise deutlich: Das Rotkäppchen als Ikone der deutschen Tradition wird in der Werbung verwendet um Produkte aufzuwerten, um sie mit den positiven Eigenschaften des Rotkäppchens zu ummanteln. So wurde das Rotkäppchen im Westen ein Käse, im Osten ein Sekt. Die deutsche Teilung steht somit nicht nur für die Teilung eines Landes, vielmehr auch für die Vieldeutigkeit der Inhalte, den Verlust einer einheitlichen Bildsprache. Das Thema seiner Arbeit, die Tautologie der Zeichen, hat nicht den Anspruch einen allgemeingültigen Kanon der Zeichen zu schaffen. Thematisiert wird lediglich das Phänomen der Austauschbarkeit. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist es theoretisch nicht möglich das Projekt endgültig abzuschliessen.
Biografie:
Geboren 1961 in Schleswig, Studium der Malerei bei Prof. Hermann Albert an der HBK-Braunschweig, Beendigung des Studiums mit der Ausstellung "Vom Gelächter der Dinge". Lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten wurden bereits in Belgien, Mailand und der Schweiz ausgestellt. Eine Einzelausstellung im Oktober 2008 in New York ist in Vorbereitung. Die Galerie Schriever in Köln vertritt den Berliner Künstler.

Anton Fuchs
Im Sommer 2007 löst sich Anton Fuchs mit einem Ruck aus der bisherigen formalen Strenge seines vorwiegend weissen Wachszyklus und widmet sich in einem gewaltigen Anlauf den Themen Energie und Erdöl. Er bewegt sich in den Grenzbereichen einer informellen Lichtkunst mit technoiden Ölraffinierungsprodukten und dazu reflektierenden Metallen im Kontrast.
Auf der Bühne seiner Kunst werden die Elemente der Erde, die in der heutigen Zeit die Essenz unseres Wirtschaftslebens ausmachen, in Szene gesetzt. In diesem Kontext stehen als weltbeherrschende Elemente Öl und Gold. Im allegorischen Sinne stehen diese Elemente für das Gute und Böse gleichermaßen. Öl steht für Wärme, Energie, Leben; Es schafft und ermöglicht die menschliche Existenz. Das schwarze Wachs ist für Anton Fuchs Öl, das Gold ist Geld. Das alles ist Energie.
Er fertigt Feuerbilder die er mit dem Flammenwerfer inszeniert. Auf große Platten wirft er sein "Öl". Mit brachialer Gewalt schneidet er Schrunden und tiefe Furchen in das Material, trennt ganze Teile heraus, fügt sie neu zusammen, lässt plastische Oberflächen entstehen, die Konturen einzelner Staaten, die Ölförderländer, Knotenpunkte globaler Interessen. Die Symbolik des Themas wird unterstrichen durch 22-karätiges Gold geschützt in hochwertigen Acrylkästen entstehen neue Welten.

Quelle: Galerie Schriever Köln, Jens Lorenzen - Beiron Brouwers - Anton Fuchs



ART INTERNATIONAL ZURICH-SHOWROOM
ART INTERNATIONAL ZURICH-SHOWROOM
ART INTERNATIONAL ZURICH-SHOWROOM
ART INTERNATIONAL ZURICH-SHOWROOM
ART INTERNATIONAL ZURICH-SHOWROOM
ART INTERNATIONAL ZURICH-SHOWROOM




Banner BB Contemporary